Noch nie ist es gelungen, einen arktischen Wirbelsturm vom Entstehen über dem Meer bis zu seinem Ausklingen am Ufer zu messen. Sollten die Wissenschaftler damit Erfolg haben, werden sie einen Meilenstein in der Forschungsgeschichte setzen. Arktische Wirbelstürme fallen meist durch das Beobachtungs- und Frühwarnungsraster der Meteorologen und können deshalb praktisch nicht angekündigt werden. Jetzt wurde dem unberechenbaren und verheerenden Naturphänomen durch das umfassendste Sturmtracking in der Geschichte Norwegens der Kampf angesagt. Nur drei Wochen Zeit bleibt den Wissenschaftlern auf Andøya bei ihrem Wettlauf mit der Zeit und gegen die Naturgewalten. Zum Einsatz kommt dabei ein deutsches Forschungsflugzeug, das einem polaren Tiefdruckwirbel standhalten und darüber hinweg fliegen kann. Das Flugzeug ist mit den modernsten Instrumenten für atmosphärische Messungen ausgerüstet und der beste Verbündete der Wissenschaftler bei der Erfassung von Polarstürmen. Die Ergebnisse der Forschungen sollen dabei helfen, in Zukunft Umweltkatastrophen und dem Verlust von Menschenleben vorzubeugen.