Das Herz von Jenin
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Am 5. November 2005 erschießt ein Soldat der israelischen Armee im Flüchtlingslager Jenin den zwölfjährigen palästinensischen Jungen Ahmed Khatib, der mit einem Plastikgewehr spielt. Sein Vater Ismael entscheidet, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden. Eine Geste des Friedens. Zwei Jahre später begibt sich Ismael Khatib auf eine Reise quer durch Israel, um die Kinder zu besuchen, die durch die Organtransplantationen gerettet werden konnten. Eine schmerzhafte und zugleich befreiende Reise, denn durch die Kinder kommt Ismael auch seinem Sohn wieder ganz nah.
Es fährt zu dem kleinen Beduinenjungen Mohammed in die Negev-Wüste; zu Samah, einer drusischen Teenagerin im Norden Israels und schließlich zu Menuha, der Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie aus Jerusalem.
Frohen Herzens verlässt die Ärztin der Kinderklinik am Morgen des 24. Dezember das Krankenhaus. Die Eltern des kleinen Matthias haben sich wieder miteinander versöhnt. Zum Abschied schenkt ihr der Pförtner einen Schokoladenweihnachtsmann, der an diesem Tag noch oft weitergereicht werden soll: bei der einen oder anderen flüchtigen Begegnung, als nette Geste für den Mitmenschen. Dabei spielt das Schicksal ein bisschen Knecht Ruprecht und verteilt seine Gaben. Zwei einsame Herzen haben es eilig, dem Festtagstrubel zu entkommen. Ein Unfall führt beide zusammen. Für eine Flasche Sekt auf diesen Schreck wechselt der süße Schokomann zum geschiedenen Gatten von Ilse, den es alljährlich zur gleichen Zeit in den Schoß der Familie zurückzieht. Doch Ilse, der enttäuschten Hoffnungen überdrüssig, hat inzwischen wieder geheiratet und keine Verwendung mehr für untreue Gelegenheitsbesucher. So verbringt er den Heiligabend bei seiner Schwester, einer alternden Diva, die sich zum Neid der ihr freundschaftlich verbundenen Kollegin eine ganze Schauspielklasse eingeladen hat. Und schließlich findet ein Aushilfsweihnachtsmann, dem mangels Erfahrung beim Verteilen der Geschenke eine peinliche Panne unterläuft, trotzdem sein Glück. Vor dem Weihnachtsabend kreuzen sich die Wege vieler Menschen. Jeder von ihnen erlebt an diesem Tag seine besondere Geschichte.
This film don't need speech to follow the plot. On a station of an ariel railway a young woman plans to end her life through suicide because fate took her bridegroom away from her by an accident. A young man, who is not blind to his ambience, notice her and her proposition. With an affectionate nice touch he accomplish that the young woman finds out of this desperate situation and takes courage again. Leading Actress: Angelika Mohr Actors: Peter Multhaup, Ernst Bauer Written and directed by Klaus-Dieter Mohr Homepage: mmpa-featurefilms.eu Auf einer Hochbahnstation will eine junge Frau ihr Leben beenden. Ein Mann, nicht blind gegenüber seiner Umwelt, bemerkt es und bringt sie mit einer kleinen, liebevollen Geste dazu, ihren Entschluss zu überdenken.
Am 7. Dezember 1970 macht eine Geste Schlagzeilen in aller Welt: Bundeskanzler Willy Brandt kniet während eines Staatsbesuchs in Polen vor dem Ehrenmal im Warschauer Ghetto nieder. Das wird als deutliches Signal für eine neue Politik gegenüber den Ländern des Ostblocks verstanden. Diese neue Politik ist so brisant und so umstritten, dass sie nur in aller Heimlichkeit angebahnt werden kann. Der Film von Jürgen Bevers erzählt die erstaunliche Geschichte dieser Vorbereitung.
Das Herz von Jenin ist die Geschichte Ahmed Chatibs, einem von Israelis erschossenen PalÃÂästinenserjungen, dessen Vater Ismail sich innerhalb von zwÃÂölf Stunden entscheidet, vier Organe seines Sohnes sechs israelischen Kindern zu spenden und damit deren Leben zu retten. Seitdem sind eineinhalb Jahre vergangen. Was hat Ismail al Chatib aus dem FlÃÂüchtlingslager Jenin mit seinem Zeichen des Friedens erreicht? Wenn man wissen will, wie Ismails Geste das Leben der EmpfÃÂängerfamilien verÃÂändert hat, muss man eine Reise durch ganz Israel unternehmen: Von seinen nÃÂördlichen HÃÂügeln an der libanesischen Grenze, ÃÂüber die umstrittene Heilige Stadt Jerusalem, bis in den SÃÂüden des Landes an den Rand der Negev-WÃÂüste. Das Herz von Jenin ist eine Reise durch besetze Gebiete und durch mit Vorurteilen besetze Herzen. Er fÃÂührt uns zu Menschen, die gelernt haben, ihre Vorurteile zu ÃÂüberwinden und zu anderen, die auch heute noch von einem UnglÃÂück sprechen, mit dem Organ eines Arabers leben zu mÃÂüssen. Es ist die Geschichte einer humanitÃÂären Geste des Friedens, die fÃÂür einen kurzen magischen Augenblick, all die unlÃÂösbaren Konflikte zwischen Israel und PalÃÂästina aufzuheben scheint.
"Das Herz von Jenin" erzaehlt in bewegenden Bildern die Geschichte einer humanitaeren Geste am Rande von menschlicher Verzweiflung, Waffengewalt und ethnischen Barrieren. Ein palaestinensischer Vater rettet durch die Freigabe der Organe seines Sohnes israelischen Kindern das Leben. Jahre spaeter besucht er sie und begibt sich damit auf eine schwierige Reise.
Vor 50 Jahren: im Oktober 1958: erreichte der erste Beutekunst-Zug den Berliner Ostbahnhof. In Leningrad war der berühmte Pergamon-Altar zwei Tage zuvor mit aller Sorgfalt für die Reise im Eisenbahnwaggon verpackt worden. Jetzt kehrte das Prunkstück der Berliner Museumsinsel: als Symbol der brüderlichen Freundschaft zwischen Sowjetvolk und DDR: nach Berlin zurück. Und nach ihm Kulturgüter aus Schlössern und Museen in Potsdam und Schwerin, Dresden und Gotha: kostbare Schätze, die die Rote Armee 1945 nach ihrem Sieg über Hitlerdeutschland als Kompensation restituiert und nach Russland abtransportiert hatte. Die Rückführung von 1,5 Millionen Exponaten Ende der 50er Jahre stellt bis heute den gröÃten Kunstgüter-Transfer der Geschichte dar. Bis zum Frühjahr des nächsten Jahres machen aus Anlass dieses Jubiläums 28 deutsche Museen durch Sonderschauen und Aktionen jene Schätze sichtbar, die 1958 durch die groÃzügige Geste der Sowjetunion in ihre Bestände zurück-kehren konnten, und erinnern so an einen Akt, der vielen Sammlungen wieder zu altem Glanz verhalf. So werden aber auch die Lücken deutlich, die bei Kriegsende durch sowjetische Trophäenbrigaden und heimliche Souvenirjäger in deutsche Kollektionen gerissen wurden und nie geschlossen werden konnten.